Blog über Web, Musik und Medien Webdesign für Alle! DJ-Mixsets für Alle! Bilder für Alle! Wer bin ich denn?

Martin Terbers Blog

20. Juli 2007

Twitter kann mich mal

So, Testphase ist vorbei. Twitter ist durchgefallen. Die Plattform ist genau das, wonach es sich anhört: Eine Drehscheibe für Tratsch & Klatsch. Gezwitscher. Die Durchreiche für quicke Infos.

Twitter mag sinnvoll sein für Leute, die ständig schnelle Trends auf dem Radar haben müssen. Mich macht das Ganze eher nervös: Ich hatte eine Weile Twitbin (eine Twitter Extension für Firefox) installiert. Natürlich auch die ein oder andere Mikronachricht eingetippt. Ganz schlimm. Ich konnte nicht mehr in Ruhe im Internet surfen. Ein Auge klebte permanent in der linken Browserspalte: Gibts was Neues? Gibts was Neues? Gibts was Neues? Gibts was Neues? Gibts was Neues?

Mal ganz offen Leute: Wo liegt der Unterschied zwischen einem Chatroom und Twitter?
Und noch offener: Wie haltet ihr das während eurer Arbeit aus? ständig popppen Messages auf, man kann sich gar nicht mehr auf seine Emails konzentrieren. Ach so - Ihr habt keine Arbeit? jedenfalls keine richtige? Das ist was anderes.

Ich will Twitter nicht. Mir reicht es, ausgewählte Infos in den Blogs meiner Wahl zu finden und die grossen Weltthemen in den Abendnachrichten im TV. Ich kann sehr gut damit leben, ohne Twitter den Anmeldeschluss für das Barcamp oder Devhouse Cologne zu verpassen. Hauptsache, ich kann mich ein paar Stunden am Tag auf etwas Wesentliches konzentrieren, anstatt mit schwirrendem Blick nebensächliche Prosa zu verfolgen. Pausenlos.

Bevor ich mich zum vierten Mal wiederhole: Twitter - Ohne mich. Logge mich aus.

Labels: , ,

18. Juli 2007

Sellout: Prince-Album als Beilage und Download

http://martinterber.com/bilder/symbol.jpg

Prince, die letzte lebende Diva, hat den Majors mal wieder einen Streich gespielt. Sein neues Album Planet Earth gibt es nicht nur als Gratis-Beilage zur Mail on Sunday in Grossbrittanien (2,00 €), er ruft sogar dazu auf, die Musik über Downloads zu verbreiten. Was Sony BMG laut Golem.de sicher nicht freut:
Während "Planet Earth" in Großbritannien gar nicht regulär in die Läden kommt, veröffentlicht Sony BMG es in Deutschland beispielsweise am 20. Juli 2007. In den USA wird es ebenfalls regulär erscheinen. Dennoch werde die Plattenfirma nicht gegen die Download-Möglichkeiten vorgehen, schreibt die BBC.
Dafür gebührt ihm Respekt: Er hat 1993 schon mit Warner einen jahrelangen Streit angezettelt (wir erinnern uns - The Artist fomrerly known as Prince a.k.a TAFKAP aka The Symbol) und sich für die Unabhängigkeit der Musikschaffenden eingesetzt. Abgesehen davon, dass mich Prince' Musik nicht sonderlich juckt, habe ich eine ambivalente Haltung zu so einem Vertriebstrick:
  • Einerseits freut mich, dass ein Star mit einer etablierten Fanbasis das Prinzip der Medienreplikation begriffen hat und sich dem stellt, was unvermeidlich ist: Nämlich die automatische Verbreitung von interessanten Inhalten. Dieser Aktion werden andere folgen.
  • Andererseits riecht das Ganze nach Ausverkauf eines B.O.F.(Boring Old Fart). Prince und seine Vertriebspartner werden mit nur mässigem Absatz gerechnet haben. Zeugt nicht unbedingt für die musikalische Qualität.

Der einzige Song, der mich halbwegs mitnimmt, ist Chelsea Rogers:


Hier geht's dann endlich zum mp3-Download von "Planet Earth".

Labels: , , , , ,

11. Juli 2007

Website-Zugangsschutz mit .htaccess auf Windows-Server

Aus eigener Erfahrung kann ich folgendes berichten:

Ich habe eine Website konfiguriert, die auf einem Apache-Server läuft. Den einfachen Zugangsschutz kann man normalerweise mit einer .htaccess-Datei lösen, die im zu schützenden Verzeichnis abgelegt wird. Das sollte beim Zugriff ein solches Login-Fenster erzeugen:



Nun läuft dieser Apache aber auf einem Windows Server 2003 System. Im Unterschied zu derApache-Installation auf einem Linux-Server (handelsübliches Hosting) muss man beim .htaccess-Schutz unter Windows-Apache aber ein paar Details beachten, die ich sonst nirgendwo komplett gefunden habe.

Wer vor demselben Problem steht, sollte zunächst eine Standard-.htaccess nach Anleitung erstellen. Hier gibt es ein simples Tutorial.
Anschliessend bitte folgende Schritte durchführen:
  1. Windows kann Dateien mit einem Punkt am Anfang nicht lesen. Statt .htaccess muss man die Datei z.B. in secure.htaccess umbennen.

  2. Die Datei secure.htaccess könnte so aussehen:

    AuthName "Restricted Area"
    AuthType Basic
    AuthUserFile log.pwd
    AuthGroupFile /dev/null
    require valid-user


  3. Damit der Apache diese Datei als Zugangskonfiguration erkennt, muss man den Dateinamen in der Datei httpd.conf nennen: Darin am Anfang einer leeren Zeile folgendes eintragen:

    AccessFileName secure.htaccess

    Die httpd.conf findet man im Wurzelverzeichnis des Apache-Servers, meist ist das C:\Programmverzeichnis\xampp\apache\conf

  4. Windows kommt mit md5-Verschlüsselung nicht zurecht. Deshalb muss die Passwort-Datei im Reintext eingetragen werden, nicht verschlüsselt. Das ist kein grosses Problem, sofern man die Passwort-Datei oberhalb des Webseiten-Verzeichnisses ablegt, in unserem Fall dieses: C:\Programmverzeichnis\xampp\apache\ Darin speichert man die Passwort-Datei log.pwd:

    Benutzer:Passwort

Will mal hoffen, dass es euch hilft.
Wer die Entscheidung noch treffen kann: Für Server besser Linux.

Labels: , , , , ,

Prokrastination Teil 2

Ich berichtete bereits darüber. Auch andere scheinen das Problem zu kennen:

2007_06_30_the_plan_vs_reality

Labels: ,

7. Juli 2007

Soll ich auf Englisch bloggen?

Um es vorweg zu nehmen: Ich werde weiterhin auf deutsch bloggen. Aber der Gedanke, mein Blog zu internationalisieren, kam mir bereits. So eine Entscheidung ist allerdings schwer zu treffen, deshalb habe ich vor ein paar Tagen gezielt Informationen eingeholt und Vor- und Nachteile abgewägt. Natürlich immer unter der Prämisse, dass ich deutscher Muttersprachler bin und meine Englischkenntnisse als verhandlungssicher einstufe.

Was für ein englischsprachiges Blog spricht:

  • Vervielfachung der Reichweite: Bei gleichem Inhalt können es 13 mal soviel Leser werden. Dazu unten eine Erläuterung.
  • Bessere Suchmaschinenerreichbarkeit und Indexierung, denn Suchbegriffe werden auch von deutschen Usern häufig auf Englisch eingegeben.
  • Persönlicher Gewinn: Ich würde meine Sprachfähigkeiten extrem ausweiten, weil ich mich laufend mit der Sprache auseinandersetze.

Die Nachteile beim Bloggen auf Englisch:

  • Grössere Konkurrenz. Das ergibt sich aus der höheren Reichweite. Es gibt laut Blogcensus derzeit etwa 120.000 deutschsprachige Blogs. Englischsprachige werden mit etwa 25-30 Mio. geschätzt.
  • Die Sprache: Mal ehrlich, es ist nicht leicht, griffig, prägnant und zugleich charmant zu formulieren, wenn man mit einer Sprache nicht aufgewachsen ist. Ich sehe das z.B. bei better blogging. Hier wechselte die Sprache zu Englisch, und die englischen Artikel lesen sich wie trockenes Stroh.
  • Die Inhalte müssten wechseln. Das deutsche Tagesgeschehen interessiert internationale Besucher nicht. Einschränkung auf Allgemeinthemen wäre nötig, bzw. Reduktion auf ein Fachgebiet.


Zum ersten Punkt: Ich habe aus den Zahlen, die Dr.Web in seinem Post International ist’s einfacher nennt, einen Durchschnitt errechnet. Dr. Web postet ausgewählte Beiträge in einem Parallelblog auch auf Englisch. Das Ergebnis ist natürlich immer abhängig von der Qualität der Artikel und der Übersetzung. Der Erfolg verwundert nicht: Denn 32 Mio. US-Amerikaner lesen Blogs.

Nebenbei: Eine schlechte Idee ist es, ein japanische Blog zu starten. Die haben einen 37- prozentigen Anteil an der Gesamtzahl von 81 Millionen Blogs in aller Welt.

Ich werde diesen Post demnächst nochmal aktualisieren, ein paar Punkte kann man zur Entscheidungsfindung sicherlich hinzufügen.

Labels: , , ,

6. Juli 2007

HTML Sonderzeichen easy nachschlagen

So mag ich das neue Internet. Es muss eben nicht immer eine Social Community sein, ein pfiffiges Tool kann auch begeistern. Wenn du gelegentlich Sonderzeichen in Dokumente oder Websites einfügst: Dann brauchst du HTML Entity Lookup.

Und so sieht's aus: Einfach das Zeichen, das dem gesuchten Sonderzeichen ähnlich sieht, eingeben. Die AJAX-Engine sucht sofort passende Zeichen aus der Datenbank, inkl. dem dazugehörenden HTML-Code.



Man kann übrigens auch das entsprechenden Begriff eingeben, z.B. Euro oder Asterisk. HTML Entity Lookup findet auch Accents, Hačeks und Umlaute. Egal ob französisch, türkisch, tschechisch oder deutsch.

Nebenbei - Damit mussten wir uns früher rumquälen: Lange, hässliche Tabellen aus der ASCII-Zeit.



via Dr. Web

Labels: , ,

2. Juli 2007

Ebay schippert in die Flaute

Dem Urgestein des Internets schwimmen in USA und Deutschland die Felle weg: Laut eines Artikels der Süddeutschen (gratis nur über jetzt.de) sind unter den 20 Mio. Ebayern mittlerweile 10 Mio. Karteileichen. Gründe dafür sind Powerseller und die hohen Gebühren, die Ebay mit jedem Verkauf einstreicht. Diese wurden Anfang 2007 erhöht.

http://martinterber.com/bilder/ebay.jpg

Hier der Artikel:
Der Erfolg von Ebay nimmt rapide ab
In den "Schlüsselmärkten" USA und Deutschland haben die Analysten Mark Mahaney und Metthew Reichek eine "deutliche Verlangsamung" der profitablen Entwicklung festgestellt. Angesichts neuester Zahlen klingt das noch euphemistisch. Die Ergebnisse der Analysten vom 26. Juni belegen, dass die Angebote auf der deutschen Homepage im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 15 Prozent zurückgegangen sind.


Die Gründe sind schnell zusammengezählt:
  • Es werden immer weniger günstige Artikel (Bücher, CDs) angeboten, weil vom sowieso geringen Umsatz Gebühren abgerechnet werden müssen.
  • Häufig erhält man Neuware im Laden (oder einen anderen Webshop) für annähernd denselben Preis - oder gar günstiger.
  • Mehr Konkurrenz: Die Kleinanzeigen-Blätter und Regionalzeitungen haben nachgezogen und sind mit ihrem Angebot ins Netz gegangen.
    Beispiel: Kölner Stadtanzeiger - kalaydo.de
  • Nicht zuletzt hat Ebay mit dem antiquierten Gebührenmodell eigentlich keinen Platz in der vorherrschenden "All for free"-Athmosphäre des Web2.0

Labels: , ,

28. Juni 2007

Simpsonize yourself!


Ich hatte ja schon grossen Spass, mich zu einem Southpark-Charakter zu transormieren. Da freue ich mich natürlich, dass ich ab heute auch offiziell Bewohner von Springfield bin.
Du willst auch ein gelber Donutjunkie werden? Bei Simpsons - The Movie gibts ein Flash-Tool dafür.
...und natürlich die Flickr-Gruppe für Simpsons-Avatare.

Für Ipernity habe ich mal einen Thread für Simpsonizer gestartet.

Update: Achtung, der im Kommentar empfohlene Dienst Simpsonize Me funktioniert nicht. Ich habe es mit mehreren Portraits probiert, immer kommt diese Fehlermeldung:
We’re sorry your photo could not be processed! Looks like the doo-hickey isn’t reading the what-cha-call-it. Please use a new photo.
Nachbessern, Leute!

Labels: , , ,

27. Juni 2007

Preisgeld 500$ für Web-Entwickler von Clicky

The Clicky API has arrived



Der Startup Clicky (ich bin seit Monaten treuer Kunde) bietet Web-Statisken in einer genial intuitiven Oberfläche. Für Webmaster sind sofort und ohne Verzögerung die jeweiligen Besucherzahlen, Downloads und Links auf die Seite zu erkennen. Toll ist der AJAX-basierte Spy, der den Traffic auf der eigenen Site in Echtzeit wiedergibt.

Jetzt schreibt Clicky Preisgelder Taschengelder von insgesamt 500$ für Programmierer aus, die Widgets oder Mashups auf Basis der Clicky-API entwickeln.

An diese kann man über einen HTTP GET Request andocken, mit PHP, XML oder Javascript (im Zweifelmit allen dreien). Hier ist eine übersichtliche Beschreibung: Clicky API

So siehts dann aus:
  • First prize: $250 CASH + 1 Jahr Pro Account
  • Second prize: $100 CASH + 1 Jahr Pro Account
  • Third prize: $50 CASH + 1 Jahr Pro Account

Labels: ,

Ipernity rocks!

...und noch was heute abend:

Ipernity rocks! Der Suchtfaktor beim Content-Sharing für Flickr-Exilanten ist kaum zu übertreffen.

Ipernity Content Sharing

  • Die Usergemeinde wächst exposionsartig
  • Man kann nicht nur Fotos, sondern auch Musik, Videos und Blogtexte mit anderen teilen (und favorisieren, kommentieren, die ganze Flickr-Palette eben)
  • Die Ipernity-Entwickler sind äusserst aktiv und saugen Anregungen förmlich in sich auf
  • Laufend neue Fetaures
  • Die Oberfläche / Datenbank läuft sauber und ohne erkennbare Bugs
  • Das -bisher vermisste- Gruppenfeature ist definitiv in Arbeit
  • Und es macht einfach Spass, nach Bildern, neuen Songs oder anderem zu suchen.
Was ich vermisse, ist eine gut dokumentierte API und, damit verbunden, erweiterte Funktionen zum Einbinden des Content - sei es als Slideshow auf meiner Website oder Wordpress-Widget. Auch das kommt noch.

Grosse Empfehlung: Tragt auf der Ipernity Wishlist die sehnlichst erhofften Features ein: Post your wishes here.

Konkurrent Zooomr hat übrigens nur wenige Überläufer überzeugt. Das Interface hat Bugs an allen Ecken und Enden, die Funktionsweise der Gruppenpools ist nicht zu begreifen. Wenn ich dann genug von Zooomr habe, kann ich nicht einmal meinen Account löschen - WTF?

[Edit:] Kaum schreibe ich, dass alles bugfrei läuft, ist Ipernity wegen Überlastung offline. Versucht's später nochmal, falls ihr diesen Screen kriegt:

Ipernity Off Service Meldung

Labels: , , ,

Google bezieht Stellung zum Datenschutz

Chapeau: CEO Eric Schmidt und Gefolgschaft legen sich indirekt mit den grossen Entscheidern an, unter anderem der deutschen Regierung:

Für Google ist Zensur eine Handelsbarriere

Angekündigt hat zudem beispielsweise Peter Fleischer von Google Deutschland, dass das Unternehmen seinen deutschen Maildienst schließen würde, wenn die Bundesregierung von den Providern verlangen sollte, dass deren Kunden identifiziert werden können. Wenn die Internetnutzer nicht mehr Google vertrauen könnten, dass wir mit ihren Daten sorgsam umgehen, meinte Peter Fleischer, sei man "ganz schnell weg vom Fenster".


Ich kenne Leute, die (sicher ist sicher) speichern schonmal ihren ganzes Gmail-Postfach auf Festplatte. Könnte ja sein, dass das alles plötzlich weg ist.

Ich finde so eine Ankündigung einen guten Gegenpol zum permanenten Datenschutzdilemma um Google. Dem Leitspruch Don't be evil und den Usern nähern sich die Suchmaschinisten damit wieder ein wenig an.

Diese Hopp-oder-Topp-Strategie wird den Mail-Nutzern natürlich auch nicht passen. Aber es zeigt -ähnlich wie bei Flickr/Yahoo- dass die Web-Unternehmen nicht am längsten Hebel sitzen. In diesem Fall aber denken sie mit.

Labels: , ,

26. Juni 2007

Es geht nicht anders. Ich muss zwitschern

Bisher habe ich Twitter tatsächlich als banales Palaver abgetan. Und überzeugt bin ich davon immer noch nicht. Zu sehr nervt mich bereits jetzt der Anteil an Informationsmüll im Web und die ständige Ablenkung am Rechner durch Email RSS-Feeds und Flickr Ipernity.



Allerdings lese ich heute, dass alle 150 Plätze des Barcamp Cologne innerhalb neun Stunden vergeben waren. Warum? Weil die Early Adopters über den Zwitscherkanal rechtzeitig informiert wurden, dass die Teilnehmerlisten offen sind. Fraglich ist nur, ob die 150 schnellsten Teilnehmer auch die 150 pfiffigsten sind. Aber darüber rede ich jetzt nicht.

Zweifel habe ich noch, denn ich halte nichts von der allgemeinen Kommunikationssucht. Obwohl ich stark gefährdet bin. Ich habe die Menschen vor Augen, die am Flughafen nach Ankunft zuerst Emails über ihren Handheld checken. Dann bin ich froh, noch eine Vorliebe für Oma's Blickkontaktmethode zu haben.

Dennoch: Ich probiere Twitter aus und freue mich über Kontakte. Hier bin ich.

Eine kleine Leseliste für Leute, denen Twitter noch unheimlich ist:


Ich bin noch skeptisch....

Labels: , ,

24. Juni 2007

Spoonfork Flash Magazin - Kein Grimme Award

Sehr sympatisch: Die Redaktion von Spoonfork macht ein am Monitor lesbares Magazin. Viele kleine Gadgets, Interviews, Musik-Tips (MP3-Playlist mit Links) und die Option, sich Artikel vorlesen zu lassen. Das Ganze ist sehr hübsch im Microsite-Stil gestaltet. Spoonfork war für den Grimme-Online-Award 2007 nominiert. Leider war dieses jahr kein Preis drin, aber gut ist es dennoch. Übrigens kennen die Amis auch den Begriff Spork.

http://martinterber.com/bilder/spoonfork.jpg
Zitat Grimme Team:
Spoonfork ist ein interaktives Online-Magazin [...] das sich alle zwei Monate mit einer neuen Ausgabe im Web präsentiert. In den Schwerpunkten Musik, Design, Medien und Mode bietet Spoonfork nicht nur Texte, die man sich auch vorlesen lassen kann, sondern ebenso Musik, Videos, Fotos und Animationen, die organisch in das Magazin integriert sind.
Ein Fluch ist natürlich, dass man -wie bei den meisten Flash-Sites- nicht auf einzelne Artikel verlinken kann. Flash braucht diese Feature in Zukunft einfach - Schon allein wegen Suchmaschinenoptimierung.

Hier sind dann die echten Grimme 2007 Preisträger:
Irgendwo hätte da auch Spoonfork reingepasst, definitiv.

Labels: , ,

22. Juni 2007

Secondlife Blog Buzz Galore

Das geht gerade extrem durch die Freizeit- und Profiblogs im Lande. Ausserdem finde ich Secondlife schon heute deshalb doof.

Secondlife Matrix Edition Final Beta:



Klar, ist redundanter Inhalt, ich bin nicht der erste. Aber für was vernünftiges fehlt mir heute die Zeit. Ich muss doch meine 10 RSS-Abonnenten bei Laune halten.

via Fischmarkt.de

Labels: , ,

19. Juni 2007

Partizipation, Unschuld und Belanglosigkeit

Nachdem Flickr schärfere Bedingungen für deutsche (und andere) User eingeführt hat, findet ein regelrechter Exodus zu anderen Communities statt. Hier eine Liste der Exilanten (Man muss der Gruppe beitreten, um alles zu sehen).

Ipernity scheint das Ding der Stunde zu sein, und auch ich bin dort zu finden. Man kann sogar mit diesem Script seine Flickr-Fotos nach ipernity importieren.
Das Blog Alltagskakophonie hat eine übersichtliche Anleitung dazu, ein Howto mit Screenshots.

MartinBerlin07 005b

Moralisch möchte ich die Massnahmen Flickrs gar nicht bewerten. Ich spiele einfach nicht mehr mit, weil ich mich bevormundet fühle. Das ist eigentlich schon alles.


Gute Info-Quellen zu dem Desaster sind folgende:
  • Ein Spiegel-Artikel über die arrogante Aussitz-Politik der Flickr-Yahoo-Crew:
    Ohne seine Nutzer ist Flickr nur eine langweilige Hülle. Die Bilder, Kommentare, Schlagworte, Landkarten-Einträge und Fotogruppen machen das Angebot aus.
    Weil das so ist, sind die Mitglieder jedes Mitmach-Portals bei allen
    Veränderungen empfindlich. Doch kein Flickr-Verantwortlicher hat während
    des Rummels um den Deutschlandstart über die Filter und die Jugendschutzprobleme gesprochen.
  • Das englischsprachige Flickr-Wiki über die Zusammenhänge und Ideen, wie man ungetrübten Spass an Fotocommunities haben kann. Übrigens findet man darin diesen etwas schwachen, emotionalen Kommentar von Haether Powazek (Community Managerin), in dem sie die Entscheidung für die Zensurfunktionen rechtfertigt:
    The central problem is that Germany has much more stringent age verification laws than its neighboring countries and specifies much harsher penalties, including jail time, for those with direct responsibility (in our case, it would be our colleagues in the German offices and we're not willing to make a call that has that kind of consequence for them.

  • Ein Diskussionsbeitrag von Stewart Butterfield, in dem er für Flickr beteuert, mit Volldampf an einer Lösung zu arbeiten. Nichts Konkretes. Ich würde da gerne etwas vom Revoluzzergeist der Digg-Leute sehen.


  • Wechsel nicht möglich - Ein Kommentar über den Suchtfaktor von Social Communities. Meiner Meinung nach fällt so ein Wechsel aber leicht, wenn man sich der Vergänglichkeit und Belanglosigkeit der Benefits (wie Favorites, Kontakte, Kommentare etc) bewusst ist.


  • Telepolis versucht zu belegen: Die Flickr-Sperren gehen über das in Deutschland geforderte Maß hinaus.
    Seiner Auskunft nach geht die Lösung "über die gesetzliche Verpflichtung hinaus", weil ein Dienst wie Flickr rechtlich als Host-Provider zu behandeln sei, der nur auf Hinweis zur Entfernung von illegalen Inhalten verpflichtet ist.
    Eigentlich das, was ich ohne Fachwissen in meinem ersten spontanen Blogpost zum Thema schon erwähnte.


Das Web2.0 verliert definitiv seine Unschuld.

Labels: , ,

14. Juni 2007

Workaround für Deutsche Flickr-User

Es ist einfach:
[english]:
Easy as 1-2-3:
Es ist nur ein Workaround, keine Lösung des kulturpolitischen Problems. Have Fun!

Labels: , , ,

13. Juni 2007

flickr.de - Flickr auf deutsch und mit Zensur

Toll! Flickr gibt's jetzt auch auf deutsch: Das ist gut, denn nun kann auch mein alter Herr seine liebsten Fotos der ganzen Welt zeigen. Was nicht so gut daran ist, erkläre ich unten.

http://martinterber.com/bilder/flickrdeutsch.jpg

Und zwar sind die deutschen User stinksauer, weil eine neue Funktion Bilder, die nicht explizit als harmlos eingestuft werden, aus den Suchergebnissen herausfiltert. Und als Deutscher kann ich die sichere Stufe nicht deaktivieren. Es gibt drei Stufen im neuen Inhaltsfilter:
  • sicher
  • mittel
  • eingeschränkt
Als "mittel" gelten Bilder, die "andere Personen als störend oder unangemessen empfinden" könnten. "Eingeschränkt" sind Fotos, "die Sie nicht Ihren Kindern, Ihrer Großmutter oder Arbeitskollegen zeigen würden"
Zurecht gibt es grosse Aufregung, hier ein paar interessante Links:


Und so sieht's dann aus, wenn man mal ein paar Tittenbilder sehen möchte:

http://martinterber.com/bilder/breast.jpg

Aber: Auch wenn die Technik den Gesetzen bislang einen Schritt voraus war - Warum warten wir nicht einfach ein wenig, bis die Whizzkids von Flickr bzw. die Yahoo-Anwälte die deutsche Gesetzeslage ausgelotet haben und begreifen, dass eine strenge Zensur dieser Art im Rahmen deutscher Gesetze einfach nicht nötig ist?

Es wird immer wieder zu solchen Zwischenfällen kommen, in denen die jungen Web2-Macher sich mit den Etablierten anlegen. Manchmal verlieren sie (Pandora), manchmal gewinnen sie - Wie zuletzt beim Digg-Hype um den ausgehebelten DVD-Kopierschutz

Labels: , , ,

11. Juni 2007

10 Teile meines Lebens, die Google besitzt

Auf Mashable ist eine wunderbare Liste zu finden, die kompakt Googles Einblicke in unsere Aktivitäten aufzählt. My Soul, and 10 Other Things that Google Owns

Hierunter fallen mittlerweile:
  1. Meine Leser: durch Feedburner
  2. Meine News: durch Google Reader
  3. Mein Adressbuch: durch Gmail und Gchat
  4. Meinen Lohn: (eingeschränkt, sofern ich Webmaster bin) durch Google Adsense
  5. Meinen Terminplan: durch Google Calendar
  6. Meine Einkäufe: durch Google Checkout vglb. mit Paypal
  7. Meine Filme und Fotos: durch Youtube, Google Video und Picasa
  8. Meine Gedanken (Seufz!): durch Blogger
  9. Meinen Wohn-, Arbeits- oder Aufenthaltsort: durch Google Maps, Google Earth und Streetview
  10. Mein Business: durch Google Gears, noch im Betastadium
  11. Meine Seele: Also, nicht vor 2093.


Selbstverständlich mit verschmitzt erhobenem Zeigefinger. Eine Daten-Monokultur wäre für unsere Welt einfach zu riskant. Deshalb sollten wir immer über einen alternativen Dienst nachdenken, um dem entgegenzuwirken. Statt Youtube Vimeo oder Sevenload, statt Feedburner Yahoo Pipes etc. Wir kennen das ja schon, diese Vision: das Googlegrid:


[von Robin Sloan und Matt Thompson]

Labels: ,

6. Juni 2007

Wie geht's weiter mit dem Urheberrecht?

Man bekommt es aus dem Kopf nicht mehr heraus: Wer über das Thema Urheberrecht im Web nachdenkt, kriegt automatisch einen Knoten im Hirn: Wie in Zukunft ein funktionierendes Urheberrecht aussehen soll, ist schlicht und einfach noch nicht zu beantworten.

Das Modell der Creative Commons ist zwar toll für Konsumenten und Wiederverwerter, aber was sagen die dazu, die bisher kostenpflichtig Werke erstellt haben - um davon Miete und Essen zu bezahlen? Hier geht's nicht nur um die Majors der Musikindustrie.

Beispiel: Ein Musiker hat heutzutage keine Kontrolle mehr über seine Werke. Sobald ein Stück auf dem Markt ist, verbreitet es sich in den Filesharing-Portalen. Trotz angekündigter Verfolgung ufert diese Copimania geradezu aus - Auch an immer mehr technischen Möglichkeiten, Musik online zu stellen. Bands, die gerade erst versuchen, von Ihrer Musik leben zu können, haben kaum eine Chance: Kein Liebhaber ist heute bereit, für ein Aussenseiteralbum 15,99 Euro auszugeben.

Leider sind die Teilnehmer des Urheberrechtsgipfels in Brüssel (Juni 2007) zum grössten Teil Verwertungsgesellschaften. Aber der Claim ist deutlich: Creator's first!, und wie soll man in Zukunft als Kunstschaffender profitabel arbeiten können? Sogar die Kulturflatrate ist im Gespräch, aberwitzig aber innovativ.

Das Dilemma und vor allem das stupide Vorurteil der Filesharing-Befürworter, man müsse zu privatem Gebrauch Kopien aus de Netz ziehen dürfen, wird knackig in diesem Artikel der Süddeutschen auseinandergenommen, den ich euch sehr ans Herz lege:

Krieg den Palästen, Friede den Künstlern
Man muss blind sein, um nicht zu merken, dass die Tage des Urheberrechts gezählt sind. Selbst die massive Kriminalisierung von Schwarzbrennern und anderen Nutzern künstlerischen Materials ist wirkungslos. [...] Die Milliarden und Abermilliarden, die in die Kulturindustrie geflossen sind, werden gerade wertlos.

Ich bin persönlich ein grosser Freund des Open-Source-Konzeptes. Aber die Vision, dass eines Tages alles frei verfügbar (und legal) erhältlich ist, wird nicht stattfinden. Trotzdem konkurrieren Open-Source-Projekte mit entsprechender kommerzieller Software. Das ist gut so, und genauso stelle ich mir die gesamte Urheberrechts-Landschaft vor: Eine strikte Trennung zwischen einerseits hochwertigen kommerziellen Produkten und andererseits offenen Werken unter der Creative-Commons-Lizenz. Dann aber auch nicht mehr meckern, dass man für einen Mp3-Download 99 Cent bezahlen soll.

Weblinks:

Labels: , , ,

3. Juni 2007

Web2.0 doch Oma-kompatibel

Gerrit von Aaken schrieb bereits darüber: Das Web2.0 ist nur für Nerds. Natürlich nicht nur; viele andere Menschen nutzen Web2.0-Dienste fleissig, aber das volle Potential wird nur von technikfreundlichen Powerusern ausgeschöpft. Papa, Oma und die Friseurin von nebenan sind nicht dabei, die gucken höchsten mal ein Youtube-Video.

Vielleicht helfen diese lehrreichen Filmchen, mit denen Lee le Fever alias The Common Crafts Show
typische Web2.0-Technolgien wie Wiki oder RSS-Feeds erklärt:

Wiki für Neulinge:



RSS für Neulinge:



Die Untertitel sind übrigens durch die Community DotSub erstellt worden.
via Gerrits del.icio.us-Links

Labels: , ,

23. Mai 2007

Lieber Google Adsense,

bitte denk doch erstmal nach, bevor du solche Werbung auf meiner Seite schaltest:



Vitalwasser? Vitaplex? Philosophie-Hörbücher? Wer soll denn das kaufen?
Nur ein gut gemeinter Ratschlag.

Im übrigen fahre ich jetzt für ein paar Tage nach Prag. Wir lesen uns nächste Woche wieder.

Labels: , ,

22. Mai 2007

Geht Adobe Apollo Sky Rocket?


Apollo ist nicht nur Gott und Mondrakete, sondern jetzt auch eine Laufzeitumgebung von Adobe, unter der beispielsweise der Musicplayer Finetune Desktop für das gleichnamige Webradio läuft. Nun, Pandora ist in Europa erstmal stumm und Last.fm bringt ohne Premium Account nichts: Meiner Meinung nach sollte aus dieser Nutzerschicht heraus (den Finetune-Kunden) ein Run auf die Apollo-Software stattfinden.
Damit hätte Adobe eine gute Grundlage für den neuen Coup gelegt und gewinnt gegenüber dem übergewichtigen Konkurrenzprodukt Java an Profil. Zumal der Apollo Installer mit 6 MB schlank daherkommt, verglichen mit etwa 18 MB für Java. Ich habe Apollo weder gründlich getestet noch mich ausführlich informiert. Für eine Plattform nach diesem Strickmuster sind wir Web-User aber mittlerweile reif. Apollo nutzt Flash-Komponenten und ist erhältlich für Windows und Mac, eine Linux-Version ist schon angekündigt. Mal sehen, wie's weitergeht.

Hier eine etwas trockene Produktdemo:



Apollo ist also eine plattformunabhängige Laufzeitumgebung. Für Laien: Alle mit Apollo geschriebenen Programme funktionieren gleichermassen auf Windows- Mac- oder Linuxrechnern. Mit Flash geht's ja auch.
Angewendet hauptsächlich für Rich Internet Applications. RIAs gelten als die nächste Generation von Software, da sie funktional mit Webservices verbunden sind. Nicht nur fürs Internet, auch im Intranet bieten RIAs Vorteile, da aktualisierte Versionen nicht erneut installiert werden müssen.

Links:
Apollo-Gimmicks
Video-Tutorials für Apollo

Labels: ,

21. Mai 2007

Trick mal wieder: Kloß und Spinne – Computer kaputt.

Der G8-Gipfel in Heiligendamm ist schnell vergessen, wenn du dir diesen gewitzten Trickfilm anschaust:



Die Horst-Serie macht Volker Strübing auf Schnipselfriedhof, da gibt's noch mehr Horst-Tricks.

via Nerdcore

Labels: , ,

14. Mai 2007

Google vs. Clicky - vorerst Ratlosigkeit

Ich bin jetzt seit einigen Wochen Clicky-Kunde, und bin bisher ganz begeistert von der Einfachheit des Online-Statistik-Tools für mein Blog. Die Besucherzahlen zeigt mir Clicky meist mit über 40 täglich an, in den letzten zwei Wochen hatte ich sogar einen Schnitt von knapp 60, hinzu kommen noch die Abonnenten des RSS-Feeds, die ich über das brandneue Clicky-Feature Feedburner Integration auswerten kann.

Natürlich habe ich auch einen Account bei Google Analytics. Über Kollege public.beta erfuhr ich, dass Google Analytics sich nun in neuem Kleid zeigt. Auch mein Analytics-Account ist mittlerweile umgestellt. Feines Layout übrigens, seht her:

Google Analytics neues Layout

Doch: Oh Wunder, Google präsentiert mir ganz andere Zahlen als Clicky. Nur als Beispiel hier die Liste der eindeutigen Besucher der letzten Tage:

Vergleich Google - Clicky

Wie kann das sein? Clicky zeigt mir um bis zu 18mal mehr Besucher an als Google Analytics... wiewohl die Links, die mir Clicky auflistet, alle mit IP und anderen Quelldaten wie Betriebssystem und Browserversion gespickt sind:

Google Analytics neues Layout

Sollte Clicky mir die Besuche der Suchmaschinen-Bots mit in die Statistik schreiben? So als kleines Bonbon für den kleinen Blogger? Ich schätze, dass das Problem eher darin begründet ist, dass ich meinen Statistik-Code für Google zu weit am Ende des Seitenquelltextes untergebracht habe. Bis eine meiner Seiten komplett geladen ist, dauert es wegen der vielen Skripte in der Sidebar sehr lang. Nach einer Korrektur (schon vollzogen) werde ich in ein paar Tagen mehr wissen.
Aber ein wenig verwirrt bin ich dennoch.

Eine dazu passende Diskussion gibt es nebenan beim Basic Thinking Blog. Auf die Erklärung bin ich jedenfalls sehr gespannt, denn im Web habe ich noch keine konkrete Aussage dazu gefunden.

[Update]: Der Verdacht hat sich mehr oder weniger bestätigt. Clicky zählt nicht nur die tatsächlichen Besucher, sondern auch die Anfragen, die von Google und anderen Webservices verschickt werden, sobald eine Suchergebnisseite zusammengestellt wird. Das verzerrt das Bild, und enttäuscht ein wenig.

Labels: , , ,

12. Mai 2007

Top Ten Firefox Extens