Um es vorweg zu nehmen: Ich werde weiterhin auf deutsch bloggen. Aber der Gedanke, mein Blog zu internationalisieren, kam mir bereits. So eine Entscheidung ist allerdings schwer zu treffen, deshalb habe ich vor ein paar Tagen gezielt Informationen eingeholt und Vor- und Nachteile abgewägt. Natürlich immer unter der Prämisse, dass ich deutscher Muttersprachler bin und meine Englischkenntnisse als verhandlungssicher einstufe.
Die Nachteile beim Bloggen auf Englisch:
Zum ersten Punkt: Ich habe aus den Zahlen, die Dr.Web in seinem Post International ist’s einfacher nennt, einen Durchschnitt errechnet. Dr. Web postet ausgewählte Beiträge in einem Parallelblog auch auf Englisch. Das Ergebnis ist natürlich immer abhängig von der Qualität der Artikel und der Übersetzung. Der Erfolg verwundert nicht: Denn 32 Mio. US-Amerikaner lesen Blogs.
Nebenbei: Eine schlechte Idee ist es, ein japanische Blog zu starten. Die haben einen 37- prozentigen Anteil an der Gesamtzahl von 81 Millionen Blogs in aller Welt.
Ich werde diesen Post demnächst nochmal aktualisieren, ein paar Punkte kann man zur Entscheidungsfindung sicherlich hinzufügen.
Jul 07
Es gibt diese Woche sicherlich Wichtigeres, aber als notorischer Sprechpedant habe ich bereits im November entschieden, was die Gesellschaft für deutsche Sprache im Dezember zu veröffentlichen hat: Das Unwort des Jahres.
Lange im Rennen war No-Go-Area, ein im Vorfeld der WM erzeugtes Wortkonstrukt. In der Kategorie Zynismus ist es unangefochtener Spitzenreiter.
In den letzten Wochen zog aber eine Vokabel in der Wertung ganz klar vorbei. Es handelt sich um ein Adjektiv, mit dem Medien gerne unterstreichen wollen, dass ein Produkt (sei es eine Band, ein Film oder eine ein Mobiltelefon) unverzichtbare Eigenschaften besitzt.
Unwort des Jahres 2006 wird nach meiner Entscheidung: ultimativ
Ultimativ ist kein neues Wort, es ist als kleiner Bruder von kultig Anfang der Neunziger in den Sprachgebrauch unserer Generation eingeflossen. Doch mittlerweile nervt es von jeder zweiten DVD-Hülle, aus Werbespots und Prominentengefasel heraus.
Weg mit ultimativ. Wenn euch dementen Werbetextern und Kneipenbesuchern keine anderen Adjektive einfallen, um eure Lieblingsdinge zu beschreiben, dann benutzt doch mal zur Abwechslung: klasse, knorke, spitze, fein, töfte, fabelhaft oder 100 andere Worte. Aber bitte nicht ultimativ. Und auch nicht kultig.
Setzen, sechs.
Oberstudienrat Martin
Weblinks: ultimative Outfits, Hotels, Haargels, Tauchreisen, Prozessoren
Nov 23