Jesus Presleys Life Spam

    Jesus Presleys Life Spam

    Ich berichtete bereits darüber. Auch andere scheinen das Problem zu kennen:

    2007_06_30_the_plan_vs_reality

    Irgendwo muss ich mich angesteckt haben. Zielloses Internet-Surfen, bloggen statt Bewerbungen schreiben, fernsehen statt Küche putzen: Warum schaffe ich nur 50% von dem, was ich mir vorgenommen habe? Die Grund ist eine Volkskrankheit namens Prokrastination (Procrastination), das Verhalten, alle Arbeit auf Morgen zu verschieben.

    Spätestens, wenn man ein weiteres Jahr das Abo der ungelesenen TV-Zeitschrift bezahlen muss oder sich das Finanzamt mit Mahnbescheiden meldet, hört der Spass an der Aufschieberitis auf.

    Und damit wird jetzt entgegengewirkt: GTD, Getting Things Done. GTD ist ein Selbstmanagement -Prinzip, das ich in Ansätzen bereits mit einer Lose-Zettel-Sammlung praktiziere (“To-Do-Listen” ). Nach Lektüre der wichtigsten Eckpunkte bei Johannes Kleske finde ich: Getting Things Done ist ein undogmatischer Ansatz, das amorphe Durcheinander im Kopf zu einem strukturierten Projekplan zu destillieren. Das Basisprinzip ist einfach:

    • Sammle alle Dinge, die erledigt werden müssen, systematisch außerhalb deines Kopfes.
    • Entscheide diszipliniert über jeden Input, den du in dein Leben lässt, und plane anschliessend deinen nächsten Schritt.

    Johannes hat ein Kurzinterview im irgendeinem Guten-Morgen-Radio gepostet:
    Der Mitschnitt

    Genau jetzt sitze ich an meinem Schreibtisch, und starte mit folgenden Massnahmen:

    1. Allgemeine To-Do-Liste mit Ortsangaben
      Das macht Sinn, denn es ist beruhigender, ein Vorhaben damit zu kennzeichnen, wo ich es erledige. Beispiel: Mp3-Sammlung ausmisten und Steuererklärung ausfüllen sind Punkte, die auf die Zuhause-Liste setze. Damit habe ich sie aus dem Kopf, während ich im Büro bin, und sofort auf dem Schirm, wenn ich an meinem heimischen Schreibtisch sitze.
    2. Projektliste
      Neuen DJ-Mix erstellen, Möbel lackieren, Bewerbungsunterlagen optimieren: Das sind keine einzelnen Vorhaben, das sind Projekte. Diese erfordern in der Regel mehrere Schritte an unterschiedlichen Orten und finden deshalb in meiner Projektliste Platz.
    3. Vervollständigen meines Kalenders (Mozilla Sunbird) mit den wichtigsten Terminen bis Ende Juli.
      Da es Dinge gibt, die an Fristen gebunden sind, ist ein Erinnerungssystem notwendig. Ich nutze dazu übrigens auch gerne den Kalender meines Handys.

    Das sollte für den Anfang auch reichen, denn vor einer Überorganisation durch verteilte, unauffindbare Listen halte ich gar nichts.

    Und jetzt ausloggen.

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