Jesus Presleys Life Spam

    Jesus Presleys Life Spam

    Archive for the 'politics' Category Grouped Archives

    ICANN Web regulators voted on June 26th to allow the creation of thousands of new domain names, from .bag to .coke, in one of the biggest shake-ups in Internet history.

    Customized TLDs

    This will radically change the way users navigate the Internet and also has major implications for businesses and consumers worldwide:

    • Companies worldwide will be forced into registring a wavelot of new domains to secure their grounds. It’s not affordable for anyone – costs of $100,000 to $500,000 to land one of these babies may be enough to avoid Cybersquatting of TLDs. Nevertheless I have some concerns about sharky entrepreneurs might trick people into rapidly registered domains like apple.laptop, google.query or crumpler.bags
    • People today are afraid of not being able to remember domain names in the future. But, actually, I guess this will not be a permanent problem. When the system establishes, it will be as common to enter a domain name like tate.london or becks.beer.
    • Finally, additional characters will be allowed in the TLDs also. How will I be able to enter a TLD like viktualienmarkt.münchen, if I do not use a german keyboard? Even worse, how to enter TLDs or domain names in chinese writings?

    Still, I appreciate the approach. All concerns will be channelled or diluted by the common marketing rules in the next years, as always. Do not fear the Zeitgeist.

    I just saw the Yes Men movie on german television. If you don’t know what they are doing and have done so far, get informed:

    The Yes Men are a group of culture jamming activists who practice what they call “identity correction” by pretending to be powerful people and spokespersons for prominent organizations. They create and maintain fake websites similar to ones they want to spoof, and then they accept invitations received on their websites to appear at conferences, symposia, and TV shows. Their newfound, self-proclaimed authority to express the idea that corporations and governmental organizations often act in dehumanizing ways toward the public has met both positively and negatively with political overtones.

    [on Wikipedia]

    Here’s a sneak review of their Manager Leisure Suit scam in Tampere, Finland:


    You like that? Go and get the full movie, it’s a road movie documentation, it’s entertaining and compelling at the same time.

    Beijing 2008 campaign graphic

    What can we do? Start here:

    I will not add my own opinion here unless I have time to express it properly, but please: .
    The decision not to boycott the olympic games might be a diplomatic horse trade. I would have preferred rather strict actions, but as long as no officials take part in the opening ceremony, we have a signal at least.

    Don’t forget that the incidents in Lhasa are not the only violation of human rights that is on China’s record. I was surprised when I heard about the following facts:

    Prisoners who are sentenced to death are a major source of organs for China’s organ trade business. This includes mainly members of the Falun Gong movement. I found some sources for this statement:

    More then 10.000 executions a year in China. How will democratic countries increase their influence on this regime? Frankly: I hope they will do so at all.

    Pretty cool:

    Food Fight is an abridged history of American-centric war, from World War II to present day, told through the foods of the countries in conflict. Watch as traditional comestibles slug it out for world domination in this chronologically re-enacted smorgasbord of aggression.

    Watch the movie here and have a peek into the Official Food Fight Character Cheat Sheet
    where the dishes are explained. Well, sausages & pretzels are the Germans, naturally.

    via information aesthetics

    Chapeau: CEO Eric Schmidt und Gefolgschaft legen sich indirekt mit den grossen Entscheidern an, unter anderem der deutschen Regierung:

    Für Google ist Zensur eine Handelsbarriere

    Angekündigt hat zudem beispielsweise Peter Fleischer von Google Deutschland, dass das Unternehmen seinen deutschen Maildienst schließen würde, wenn die Bundesregierung von den Providern verlangen sollte, dass deren Kunden identifiziert werden können. Wenn die Internetnutzer nicht mehr Google vertrauen könnten, dass wir mit ihren Daten sorgsam umgehen, meinte Peter Fleischer, sei man “ganz schnell weg vom Fenster”.

    Ich kenne Leute, die (sicher ist sicher) speichern schonmal ihren ganzes Gmail-Postfach auf Festplatte. Könnte ja sein, dass das alles plötzlich weg ist.

    Ich finde so eine Ankündigung einen guten Gegenpol zum permanenten Datenschutzdilemma um Google. Dem Leitspruch Don’t be evil und den Usern nähern sich die Suchmaschinisten damit wieder ein wenig an.

    Diese Hopp-oder-Topp-Strategie wird den Mail-Nutzern natürlich auch nicht passen. Aber es zeigt -ähnlich wie bei Flickr/Yahoo- dass die Web-Unternehmen nicht am längsten Hebel sitzen. In diesem Fall aber denken sie mit.

    Nachdem Flickr schärfere Bedingungen für deutsche (und andere) User eingeführt hat, findet ein regelrechter Exodus zu anderen Communities statt. Hier eine Liste der Exilanten (Man muss der Gruppe beitreten, um alles zu sehen).

    Ipernity scheint das Ding der Stunde zu sein, und auch ich bin dort zu finden. Man kann sogar mit diesem Script seine Flickr-Fotos nach ipernity importieren.
    Das Blog Alltagskakophonie hat eine übersichtliche Anleitung dazu, ein Howto mit Screenshots.

    MartinBerlin07 005b

    Moralisch möchte ich die Massnahmen Flickrs gar nicht bewerten. Ich spiele einfach nicht mehr mit, weil ich mich bevormundet fühle. Das ist eigentlich schon alles.

    Gute Info-Quellen zu dem Desaster sind folgende:
    • Ein Spiegel-Artikel über die arrogante Aussitz-Politik der Flickr-Yahoo-Crew:
      Ohne seine Nutzer ist Flickr nur eine langweilige Hülle. Die Bilder, Kommentare, Schlagworte, Landkarten-Einträge und Fotogruppen machen das Angebot aus.
      Weil das so ist, sind die Mitglieder jedes Mitmach-Portals bei allen
      Veränderungen empfindlich. Doch kein Flickr-Verantwortlicher hat während
      des Rummels um den Deutschlandstart über die Filter und die Jugendschutzprobleme gesprochen.

    • Das englischsprachige Flickr-Wiki über die Zusammenhänge und Ideen, wie man ungetrübten Spass an Fotocommunities haben kann. Übrigens findet man darin diesen etwas schwachen, emotionalen Kommentar von Haether Powazek (Community Managerin), in dem sie die Entscheidung für die Zensurfunktionen rechtfertigt:
      The central problem is that Germany has much more stringent age verification laws than its neighboring countries and specifies much harsher penalties, including jail time, for those with direct responsibility (in our case, it would be our colleagues in the German offices and we’re not willing to make a call that has that kind of consequence for them.

    • Ein Diskussionsbeitrag von Stewart Butterfield, in dem er für Flickr beteuert, mit Volldampf an einer Lösung zu arbeiten. Nichts Konkretes. Ich würde da gerne etwas vom Revoluzzergeist der Digg-Leute sehen.
    • Wechsel nicht möglich - Ein Kommentar über den Suchtfaktor von Social Communities. Meiner Meinung nach fällt so ein Wechsel aber leicht, wenn man sich der Vergänglichkeit und Belanglosigkeit der Benefits (wie Favorites, Kontakte, Kommentare etc) bewusst ist.
    • Telepolis versucht zu belegen: Die Flickr-Sperren gehen über das in Deutschland geforderte Maß hinaus.
      Seiner Auskunft nach geht die Lösung “über die gesetzliche Verpflichtung hinaus”, weil ein Dienst wie Flickr rechtlich als Host-Provider zu behandeln sei, der nur auf Hinweis zur Entfernung von illegalen Inhalten verpflichtet ist.

      Eigentlich das, was ich ohne Fachwissen in meinem ersten spontanen Blogpost zum Thema schon erwähnte.

    Das Web2.0 verliert definitiv seine Unschuld.

    Toll! Flickr gibt’s jetzt auch auf deutsch: Das ist gut, denn nun kann auch mein alter Herr seine liebsten Fotos der ganzen Welt zeigen. Was nicht so gut daran ist, erkläre ich unten.

    http://martinterber.com/bilder/flickrdeutsch.jpgsrc=

    Und zwar sind die deutschen User stinksauer, weil eine neue Funktion Bilder, die nicht explizit als harmlos eingestuft werden, aus den Suchergebnissen herausfiltert. Und als Deutscher kann ich die sichere Stufe nicht deaktivieren. Es gibt drei Stufen im neuen Inhaltsfilter:

    • sicher
    • mittel
    • eingeschränkt

    Als “mittel” gelten Bilder, die “andere Personen als störend oder unangemessen empfinden” könnten. “Eingeschränkt” sind Fotos, “die Sie nicht Ihren Kindern, Ihrer Großmutter oder Arbeitskollegen zeigen würden”

    Zurecht gibt es grosse Aufregung, hier ein paar interessante Links:

    Und so sieht’s dann aus, wenn man mal ein paar Tittenbilder sehen möchte:

    http://martinterber.com/bilder/breast.jpgsrc=

    Aber: Auch wenn die Technik den Gesetzen bislang einen Schritt voraus war - Warum warten wir nicht einfach ein wenig, bis die Whizzkids von Flickr bzw. die Yahoo-Anwälte die deutsche Gesetzeslage ausgelotet haben und begreifen, dass eine strenge Zensur dieser Art im Rahmen deutscher Gesetze einfach nicht nötig ist?

    Es wird immer wieder zu solchen Zwischenfällen kommen, in denen die jungen Web2-Macher sich mit den Etablierten anlegen. Manchmal verlieren sie (Pandora), manchmal gewinnen sie - Wie zuletzt beim Digg-Hype um den ausgehebelten DVD-Kopierschutz

    Man bekommt es aus dem Kopf nicht mehr heraus: Wer über das Thema Urheberrecht im Web nachdenkt, kriegt automatisch einen Knoten im Hirn: Wie in Zukunft ein funktionierendes Urheberrecht aussehen soll, ist schlicht und einfach noch nicht zu beantworten.

    Das Modell der Creative Commons ist zwar toll für Konsumenten und Wiederverwerter, aber was sagen die dazu, die bisher kostenpflichtig Werke erstellt haben - um davon Miete und Essen zu bezahlen? Hier geht’s nicht nur um die Majors der Musikindustrie.

    Beispiel: Ein Musiker hat heutzutage keine Kontrolle mehr über seine Werke. Sobald ein Stück auf dem Markt ist, verbreitet es sich in den Filesharing-Portalen. Trotz angekündigter Verfolgung ufert diese Copimania geradezu aus - Auch an immer mehr technischen Möglichkeiten, Musik online zu stellen. Bands, die gerade erst versuchen, von Ihrer Musik leben zu können, haben kaum eine Chance: Kein Liebhaber ist heute bereit, für ein Aussenseiteralbum 15,99 Euro auszugeben.

    Leider sind die Teilnehmer des Urheberrechtsgipfels in Brüssel (Juni 2007) zum grössten Teil Verwertungsgesellschaften. Aber der Claim ist deutlich: Creator’s first!, und wie soll man in Zukunft als Kunstschaffender profitabel arbeiten können? Sogar die Kulturflatrate ist im Gespräch, aberwitzig aber innovativ.

    Das Dilemma und vor allem das stupide Vorurteil der Filesharing-Befürworter, man müsse zu privatem Gebrauch Kopien aus de Netz ziehen dürfen, wird knackig in diesem Artikel der Süddeutschen auseinandergenommen, den ich euch sehr ans Herz lege:

    Krieg den Palästen, Friede den Künstlern
    Man muss blind sein, um nicht zu merken, dass die Tage des Urheberrechts gezählt sind. Selbst die massive Kriminalisierung von Schwarzbrennern und anderen Nutzern künstlerischen Materials ist wirkungslos. […] Die Milliarden und Abermilliarden, die in die Kulturindustrie geflossen sind, werden gerade wertlos.

    Ich bin persönlich ein grosser Freund des Open-Source-Konzeptes. Aber die Vision, dass eines Tages alles frei verfügbar (und legal) erhältlich ist, wird nicht stattfinden. Trotzdem konkurrieren Open-Source-Projekte mit entsprechender kommerzieller Software. Das ist gut so, und genauso stelle ich mir die gesamte Urheberrechts-Landschaft vor: Eine strikte Trennung zwischen einerseits hochwertigen kommerziellen Produkten und andererseits offenen Werken unter der Creative-Commons-Lizenz. Dann aber auch nicht mehr meckern, dass man für einen Mp3-Download 99 Cent bezahlen soll.

    Weblinks:

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